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Zahlen
Zum Einreichtermin 15. Juni 2010 gingen im Kulturamt der Stadt Wien
190 Einreichungen für Projektkostenzuschüsse von
Jänner bis August 2011 ein.
Die eingereichte Fördersumme der eingereichten Projekte betrug
insgesamt 4,161.140 Euro.
Dieser steht ein Gesamtjahresvolumen von nur 2,5 Millionen Euro
gegenüber, für das das seit Juni 2009 bestellte Kuratorium
für Theater, Tanz und Performance (bestehend aus Dr. Andrea
Amort, Dr. Angela Heide, Mag. Jürgen Weishäupl) Projekte
aller Sparten für Produktionsorte für freies Theater in
ganz Wien empfehlen kann.
Für das Arbeitsjahr 2011 wurden per Einreichtermin 15. Jänner
2010 bereits 1,1 Million Euro für 1- und 2-Jahres-Empfehlungen
empfohlen.
Von den verbleibenden 1,4 Millionen Euro für das gesamte Jahr
2011 sowie alle Sparten wurden per Einreichtermin 15. Juni 2010
nun 62 Projekte mit einem Gesamtvolumen von insgesamt 992.000
Euro empfohlen.
Für den kommenden Einreichtermin, am 15. Jänner 2011,
verbleiben somit für Projekte von September bis Dezember 2011
nur noch 408.000 Euro!
Schwerpunkte
Zu den zentralen Kriterien des Kuratoriums gehören die Fragen
nach künstlerischer Zeitgenossenschaft und Sichtbarkeit.
Aber auch weitergreifende, u. a. stadt- und kulturpolitische Überlegungen
wie internationale Vernetzung/internationale Aufmerksamkeit, gegebene
Möglichkeiten des Austausches und der Kooperation/en fließen
in die Entscheidungsfindung ein.
Erfreulich ist auch die Bandbreite der "Generationen".
Sie reicht von sehr jungen, zum Teil zum ersten Mal einreichenden
KünstlerInnen/Gruppen bis hin zu KünstlerInnen älterer
Generationen. Spannend ist in diesem Zusammenhang auch die Anzahl
von Projekten, die das Thema Generationen thematisch/künstlerisch
aufgreift.
Wesentlich ist schließlich auch die bewiesene Professionalität
in der Projektumsetzung/Produktion.
Statistische Merkmale
Sprechtheater
Von den empfohlenen Projekten gehören 11 Projekte der
Sparte Schauspiel/Sprechtheater an, darunter Die Quadratur des
Kreisky (KosmosTheater), Kirschgarten (Garage X), Unter
dem Milchwald (Novaragasse 49), TraumaCity (Palais Kabelwerk)
und Sterbebett mit Pappendeckeln (Theater SPIELRAUM).
Performance
37 Projekte kommen aus dem Performance-Bereich, davon sind
10 an der Schnittstelle zum Tanz (u. a. Zeichensturm
im brut Wien, A Visit To This Planet, Part II im TQW,
Donkey Szot & Snczo Paniec im brut im Künstlerhaus).
Mindestens 6 der empfohlenen Projekt haben einen starken
transdisziplinären Ansatz (redpark, Spaces, copypaste, Cabula
6, nomadtheatre, PAN Vienna, ISKRA, schall und rauch agency);
6 liegen an der Schnittstellen zu Installation und Kunst im
öffentlichen Raum (Dekolta's Handwerk, dasschaufenster, Barbara
Kremser, redpark, Spaces, nomadtheatre).
Theater für junges Publikum/Figurentheater
Jeweils 4 Projekte konnten in den Bereichen Theater/Tanz
für junges Publikum und Figuren-/Maskentheater empfohlen werden:
- Visitkarte/Identitäten, 6, LUCKY - BOY
& Projekt flowmotion
- Freaks, Chitin, dreizurdritten & Amour
fou
Musiktheater
Wenige Einreichungen waren aus dem Bereich Musiktheater zu verzeichnen,
2 Solo-Projekte wurden empfohlen: ensemble adhoc: vocal textures
sowie Musikwerkstatt: Ich bereue nichts.
Gender
32 Projekte weisen Frauen in leitenden Positionen auf. Mindestens
4 Projekte weisen gleichberechtigte künstlerische Leitung
auf, darunter nadaLOKAL, Cabula 6, Kulturverein Archivfieber sowie
die beiden Musiktheaterproduktionen. Mindestens 4 Projekte weisen
kollektive Leitungsteams auf, darunter aqua.materia, gruppe
krokodil, tanz.coop und Neocom.
Internationaliät
Mehr als die Hälfte der empfohlenen Produktionen weist internationale
Leitungsteams und/oder Besetzungen auf,
was auf eine erfreulich starke Internationalität der freien
Theaterlandschaft in der Stadt Wien verweist.
Nachwuchs
Mindestens 9 Projekte der empfohlenen Einreichungen können
der Förderung des künstlerischen Nachwuchses zugeordnet
werden (Aigner, aqua.materia, Dekoltas Handwerk, flowmotion dance
company, gruppe krokodil, Miss Amen Kunst und Kulturverein, STAATSAFAIRE,
tanz.coop, Theaterverein Metamorphosis, schall und rauch agency,
VierHochDrei); eine Reihe von Projekten wie Artist at Resort,
Term V oder auch dreizurdritten und Tanz.Tag11 widmen
sich zentral der Nachwuchsförderung;
um die 5 der empfohlenen Projekte gehen an Ersteinreichende beziehungsweise
werden zum ersten Mal an eine einreichende Gruppe vergeben.
Orte
Neue (Spiel)Orte in Wien werden ebenso (temporär) bespielt,
etwa im Rahmen der Projekte Unter dem Milchwald im Straßenlokal
Novaragasse 49 (1020 Wien), nadaLokal (1150 Wien), it's
time (Schaufenster in Wien) oder dem Institut zur Erforschung
und Verschönerung des alltäglichen Lebens (Leerstände
in Wien) und dem Tanz.Tag11, wie bestehende Spielstätten
und Koproduktionsorte genutzt.
Nur 7 der empfohlenen Projekte nannten zum Zeitpunkt der Einreichung
keinen fixen Spielort/Koproduzenten; die meisten KünstlerInnen/freien
Gruppen weisen bereits im Einreichungformular ihre Wiener, aber
auch internationale PartnerInnen und Spielorte auf.
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