Kuratorium Theater, Tanz, Performance

Ausführungen der Gruppen zu ihren Projekten im Frühjahr 2014:

 

Julius Deutschbauer / Theater des Verhinderns

Zwischen allen Stühlen oder Reise nach Jerusalem

Ein Stuhltanz mit anschließender Sesseltanzdisco

Das Wort Stuhl bezeichnet einerseits ein Sitzgerät, einen Aufbau, der zugleich sinnbildliche Bedeutungen hat, ja mit solchen geradezu aufgeladen ist. Das Stück händelt sich entlang von Zitaten von Kleist bis Oswald Wiener, vom Handwörterbuch des Deutschen Aberglaubens bis  zur US-Punkband Dead Kennedys und steigert sich von einem Stuhlrausch zu einem regelrechten Sesselkrieg.

Mit Nada Burtscher, Karin Ferrari, Kerstin Haubold, David Jagerhofer, Heinz Pusitz, Gabriel Schöller, Clemens Stecher, Mario Strk, Bernadette Stummer, Barbara Ungepflegt


Marat Burnashev

Ulysses

nach James Joyce. Ein Film- und Theaterprojekt

von Marat Burnashev und Swantje Basedow.

So wie Joyce seinen „Ulysses“ an Homers Irrfahrten des Odysseus anlehnte, dient der Roman als Rahmen, eine Annäherung an den Menschen, an das Zeitgefühl, unserer Gegenwart zu wagen.

Dieses medienübergreifende Projekt gliedert sich in zwei Teile: Den Auftakt bilden 14 Kurzfilmepisoden auf den Spuren von Leopold Blooms und Stephen Dedalus’ Tagesverlauf, die dann in ein Bühnenstück münden.

In den ca. 8-minütigen Videoclips verschmelzen Joyces akribische Alltagsbeschreibungen des Jahres 1904 mit der Gegenwart des Jahres 2013. Die zentralen Themen, Orte und Motive der Ulysses-Kapitel werden zum Gegenstand der Interviews, die die Filmemacher mit ihren eigenen Zeitgenossen führen.

Der letzte Teil des Romans, in dem Bloom und Dedalus schließlich aufeinander treffen, findet auf dem Theater statt. Doch auch hier mischen sich die ‚Helden’ unseres Alltags via Videoprojektion ein.


Emel Heinreich/Cocon

„InBetween“: eingeklemmt zwischen unterschiedlichen politischen und kulturellen Systemen, gefangen im eigenen „Geschlechtskörper“ - Theatralisierung radikaler Zwischenwelten. Dieses Schauspiel erzählt die Geschichten eines und vieler Menschen, für die der Zustand des aufgesuchten Asyls zur permanenten Zwischenwelt wird. „InBetween“ ist ein „Einpersonenstück“, dargestellt in drei Körpern. Der theatrale Prozess spielt sich vor einer „Leinwand“ ab, welche ein multiples mediales Wechselspiel ermöglicht. Die Sprache soll in äußerster Form konzentriert werden, soll einen artifiziellen Fluss erhalten, und in dieser „Präzision“ wie Reduziertheit in ein vielfältiges Spiel mit den drei Schauspiel-Körpern wie mit dem „Körper“ der Leinwand eintreten.


Cordula Nossek/Dachtheater

Die Schöne und das Tier

Uraufführung | Schau- und Puppenspiel 

Gegensätze ziehen sich an, oder?

Der alte Mythos von der Schönen, die das Tier durch wahre Liebe erlöst, übt nach wie vor Faszination auf uns aus. Eine Geschichte über zwei Menschen, wie sie unterschiedlicher nicht sein können. Der Prinz, der aus Eitelkeit, weil er die allerschönste Frau des Landes sucht und partout nicht findet, zur Strafe in ein Tier verwandelt wird - und die Schöne, Bella, Tochter eines ruinierten Kaufmanns, die dem Tier als Pfand gegeben wird, um die Familie, den Vater, zu retten. Aus diesen Zutaten präsentieren Cordula Nossek und Frank Panhans eine mystisch-zauberhafte Liebesgeschichte in einem komödiantischen Spiel mit Puppen und Menschen und philosophieren nebenbei über eine der wichtigsten Fragen der Welt: Was ist Liebe?


Rachelle Nkou/DAS GUT

TORVALD

Henrik Ibsen schreibt 1878 als er die Arbeit an „Ein Puppenheim“ in Angriff nimmt: „Eine Frau kann nicht sie selbst sein in der Gesellschaft der Gegenwart, einer ausschliesslich männlichen Gesellschaft, mit von Männern geschriebenen Gesetzen und Anklägern und Richtern, die über das weibliche Verhalten vom männlichen Standpunkt aus urteilen.“ Heute möchte ich anhand meiner Bearbeitung von Ibsens ,Nora - Ein Puppenheim‘, aktuelle Tendenzen in unserer Gesellschaft aufgreifen, die Perspektive wechseln, und den Mann ins Zentrum der Fragen und Beobachtungen stellen. Kann ein Mann in der Gesellschaft der Gegenwart er selbst sein? Und wer ist er dann? Ausgelöst durch feministische Bewegungen hat sich der Wandel eingestellt. Frauen haben sich emanzipiert und etablieren sich. Innerhalb der Queer-Gender-Debatte haben Randgruppen Befreiung und grössere Akzeptanz erreicht. Allein dem ,Mann‘ wird beim Wandel wenig Aufmerksamkeit zuteil. Was macht „Er“ ohne Vorbild, ohne Erfahrung? welcher Vision folgt er, wo das Bekannte sukzessive wegdriftet, und er mit einer Vielzahl neuer Anforderungen, Bedingungen und Möglichkeiten konfrontiert ist? Akzeptiert er jetzt alle, und wird selbst nicht mehr akzeptiert? Weder von sich noch von den anderen? Ist der Kampf um Gleichberechtigung mittlerweile der Kampf darum, ein Arschloch sein zu dürfen, oder ist es ein Kampf um mehr Menschlichkeit? Gibt es Solidarität?


Mia Zabelka/enterprise z

Pandora’s Dream ist ein experimentelles Musiktheater, das Pandora als Verkörperung des weiblichen Unterbewussten, von dem Sigmund Freud als "dark continent" spricht, in den Mittelpunkt stellt. Text, Klang, Körper, Raum, Choreografie und audiovisuelle Elemente schaffen ein performatives Netzwerk.  Das Geheimnisvolle an Pandora und der Büchse ist mit Raumvorstellungen verbunden und in dieser Weise auf den weiblichen Körper zu beziehen. Die imaginäre Aufteilung in ein Außerhalb und ein Innerhalb des Raumes evoziert den Wunsch zu öffnen, zu überschreiten, hineinzusehen.


Jaschka Laemmert/I trembles

Balkan Requiem

In einer Ausschreibung des Bosnischen Nationaltheaters werden junge bosnische Autoren eingeladen Texte zu entwickeln, inspiriert von den Schicksalen der Menschen, die den Bosnienkrieg überlebt haben. Dies, sowie das Stück „Der Finger“ von Doruntine Bashe , das die Beziehung zweier Frauen zum Inhalt hat (Schwiegermutter und Schwiegertochter, die lange nach dem Ende des Konflikts im Kosovo auf einen jungen Mann warten...) sollen die Grundlage zu unserem Stück werden.

Das Bosnische Nationaltheater in Zenica wird nebst den Festivalorganisatoren (Drama Festival Bosnien Herzegovina) als Koproduzent auftreten. Auf dem Drama Festival Bosnien Herzegovina 2014 würde das Stück dann seine Balkanpremiere haben.

In Wien- einem multietnischen, multikonfessionellen, balkannahen Schmelzpunkt, in dem solche Diskurse möglich sind, wollen wir einem Theater über das dunklere Erbe des Balkankrieges Raum verschaffen, gegen das Vergessen.

Das zweite Phänomen, mit dem wir uns auseinandersetzen wollen, ist das der Hoffnung - die  Kraft zur Regeneration nach solch Erlebtem, die Fähigkeit den Lebenswillen wiederzuerlangen.


Kajetan Uranitsch/Kompanie Freispiel

Das Projekt Wenn die Tiere schlafen gehen ist eine interaktive Theaterperformance mit Musik für Kinder ab 3 Jahren, konzipiert und erarbeitet von Kajetan Uranitsch, Simon Schober und Siruan Küng. Die Kompanie Freispiel ist der Meinung, dass im Winter der Fokus viel zu stark auf die Weihnachtszeit, den damit verbundenen Konsum und Traditionen gelegt wird, dabei aber auf die stillen Bewohner der Natur, die sich da draußen in eine lange Ruhephase, nämlich den Winterschlaf begeben, vergessen wird. Wenn die Tiere schlafen gehen, soll die Aufmerksamkeit auf dieses Phänomen wecken, die Kinder auf dieses Geschehen hinweisen und dazu einladen, den Schlaf im Theater auf spielerische und sensitive Weise neu zu erkunden. Deshalb wird jetzt zwischen 2. und 5. Jänner 2014 im Dschungel Wien gekuschelt. 


Olivia Khalil/brut

open call imagetanz „Who cares?“

Seit mehr als 20 Ausgaben dient imagetanz als wichtige Plattform für lokale und internationale Nachwuchskünstler_innen mit einem interdisziplinären Profil und Interesse an neuen Formaten. 2014 wird diese Zielsetzung mit einem neuen Mittel ergänzt: zum ersten Mal wird eine offene Ausschreibung für Projekte veröffentlicht. Diese strebt danach, neue Initiativen aus der österreichischen Kunstszene zu unterstützen, und auf dieser Weise den Umfeld von Künstler_innen, mit denen imagetanz bisher gearbeitet hat, zu erweitern. Die Ausschreibung stellt das Motto Who Cares? in den Mittelpunkt, wobei imagetanz auch ihre eigene Rolle als Plattform für künstlerische Produktion untersuchen und reflektieren möchte.

Wen kümmert's: ein Aufruf für Solidarität und Engagement oder ein Manifest der Indifferenz? Die Doppelbedeutung der Frage schärft die Diskussion um intime und institutionelle Aspekte der Fürsorge und fordert die Künstler_innen dazu auf, sich durch ihre performativen Praxen mit dem Thema auseinanderzusetzen.


Kunst – und Kulturverein Raw Matters

Raw Matters – Ein ungeschliffener Tanz- und Performance Abend bietet KünstlerInnen aus den Bereichen Tanz und Performance die Möglichkeit Ideen und Experimente vor Publikum zu zeigen. Im Zeitraum von Januar bis Juni 2014, wird der Kinosaal des Schikaneders jeweils einen Montagabend im Monat zu einem Ort an dem nicht das fertige Produkt, sondern das Unfertige, Rohe und zugleich Fragile im Vordergrund steht. Jeweils 4 KünstlerInnen/ Gruppen teilen sich einen Abend, wobei ihre Arbeiten im Anschluss bei Speis und Trank mit dem Publikum in ungezwungen Austausch diskutiert werden können.


Deborah Hazler

Das Tanz- Performanceprojekt Cruel Expectations ist ein Duett mit Deborah Hazler und Milan Loviška, dass sich mit dem Thema Gewalt und Grausamkeit in Performance durch Slapstick auseinandersetzt. Der Hauptfokus liegt darin die Grenze zwischen der unterhaltsamen, komik-haften Gewalt und der verstörenden brutalen Gewalt verschwimmen zu lassen.

Cruel Expectations wird voraussichtlich Anfang Juni 2014 im WUK Premiere haben.


motschnik/Verein für feine Kunst

Frosch und Tigerente nach „Die Tigerente und der Frosch“ von Janosch

> So lebten sie ziemlich lange und glücklich - was den Frosch betraf

> Einmal sagte der Frosch zur Tigerente: „Ach bitte, darf ich dich ein wenig küssen?" Und so beginnt die etwas ungewöhnliche Liebesgeschichte zwischen Janoschs berühmtester Figur, der Tigerente, und dem Frosch. Der Frosch ist aus Frosch, die Tigerente aus Holz. Sie wird von ihm in eine Liebesgeschichte verstrickt, in der er sie bis in die Tiefen des Teichs führt, wo sein Vater König ist. Obwohl die Tigerente während ihrer ganzen Reise nichts sagt, bekommt der Frosch Antworten auf all seine Fragen - oder glaubt er das nur?

> Wie in vielen Geschichten von Janosch wird auch in dieser ein komplexes Thema auf ganz zugängliche Weise erzählt, voller Pointierung und Witz. Seine Figuren träumen immer vom großen Glück - und oft finden sie es auch.

> Eine humorvolle und sehr bildhafte Performance zwischen Bewegung, Tanz und Sprache über Liebe, Sehnsucht und die (Un-)Möglichkeit von Kommunikation.


Volker Schmidt/new space company

Zero People

nach „Grundbausteine einer Theorie des Jungen-Mädchens“ von Tiqqun

GRUNDBAUSTEINE EINER THEORIE DES JUNGEN-MÄDCHENS ist ein unerlöstes fragmentarisches Schriftstück von Tiquun, einer anonymen Autorengruppe aus Frankreich, vor allem bekannt durch  „Der kommende Aufstand“. Darin beschreibt Tiquun schlagwortartig, expressiv und voll wütender Ironie das perfekte körperliche Produkt einer seelenlosen, kapitalistischen Sehnsuchtsmaschine, geschlechtlich neutralisiert, sich selbst kontrollierend und dem Markt zur Verfügung stellend. Es ist aber nicht bloß ein weiterer Text über marktwirtschaftliche Mechanismen. Es erzählt vielmehr polemisch von unseren eigenen Mechanismen, von der in uns wohnenden Bereitschaft zur Gleichschaltung. 

Der Text über die Jungen-Mädchen-Theorie ist der Ausgangspunkt der Inszenierung. Es wird der Versuch gestartet, das Ideal des Jungen-Mädchen zu erfüllen, gleichzeitig darüber zu reflektieren und diese beide gegenläufigen Bewegungen in eine Auflösung hinüberzuführen und die Schalen abzulösen. Letztlich geht es um eine grundlegende Hinterfragung unserer Lebensweise und impliziert die Aufforderung zu einem selbst bestimmten Leben ohne Anpassung und Neutralisation.


Thomas Kasebacher/notfoundyet

"In the performance THIS IS SO F***DANCE Laia Fabre and Thomas Kasebacher work with invented folk dances, thus re-telling the false history and traditions that made these folk dances.

In this way they can work with and comment on the strange duality one is faced with when dealing with the form of folk dancing - is folk dancing an old-fashioned reactionary dinosaur or can it still be a vital dance practice?

What are its functions in strengthening the community, keeping the body healthy, providing exercise and fun in the free time, building relationships and testing sexual interests?"


Dominik Grünbühel & Luke Baio

De-Il-Lusion (Arbeitstitel)

Woran wir arbeiten?

Wir haben uns vorgenommen in diesem Projekt die Arbeit selbst zu bearbeiten. Gemeinsam mit vier weiteren Performern und drei Musikern, werden wir verschiedene Strukturen der künstlerischen, aber auch der handwerklichen Arbeit auf die Probe stellen und die Entscheidungen, die wir als Leiter, als Gruppe und als Gemeinschaft suchen und finden auf die Bühne bringen. Live-Kamera-Bilder lassen den Zuschauer in die Gruppe eintauchen, heben Details hervor, vermitteln die Perspektive einzelner Figuren, gestalten den Bühnenraum und verwandeln die reproduzierbare Realität in performative Fiktion.

Schon seit Jahren arbeiten Luke&Dom an ausgefeilten Kamera- und Projektionstechniken und werden in De-Il-Lusion nicht nur choreografische Handlungsabläufe filmisch untersuchen, sondern auch die Raumkonstituierenden Mechanismen des projizierten Bildes auf neue Höhen treiben. Das Bühnenbild birgt Gestaltungsmöglichkeiten, die sich nur durch das Zusammenwirken der Gruppe voll entfalten kann - Der Einzelne kann diese Gestaltung jedoch manipulieren. Schlagworte wie Individualismus, Solidarität, Kommunikation und Soziale Netze leiten die Suche nach dem Bezug des Einzelnen zu den Vielen.

Mit: Luke&Dom, Nanina Kotlowski, Raul Maia, Patric Redl, Dagmar Dachauer, Mathias Koch (Komposition, Schlagzeug, Elektronik), Manu Mayr (Bässe), Daniel Lercher (Elektronik), Alex Wanko (Technik), Guy Cools (Dramaturgie), Julian Vogel (Produktion).


Fred Büchel/Theaterkollektiv Fritzpunkt

Das Theaterkollektiv Fritzpunkt versucht, anläßlich des anstehenden “Gedenkjahres” 2014 mit dem Projekt Das Diktat der Großen Zahl die Epochenwende von 1914 in der Jetztzeit zu spiegeln. Das daraus resultierende theatralische Vexierbild in Form einer inszenierten Debakelstruktur mag dem Publikum die Frage beantworten, wie das Jahrhundert der Deregulierung zwischen 1914 und 2014 zu beurteilen ist und ob den beiden Zeitmarkierungen mehr als ein bloß äußerlicher Charakter ähnlich ist. 


Gerhild Steinbuch

Rinnert / Steinbuch / Straub  HERR P. oder Hurra auf diese Leere

An diesem Abend, in diesem Raum trafen wir auf Herrn P. Er lud uns ein, zeigte uns seine Wunderkammer und wir wurden verwirrt. Wir wollten doch diese Geschichte hören wie sie ist! Der Mikrokosmos P. als Zeitzeuge, Projektionsfläche oder Repräsentationsraum, als Wunderkammer, dessen Dokumente sich ergänzen oder widersprechen, die ihrerseits der Vergänglichkeit ausgesetzt sind und je nach Kontext oder Deutung unterschiedlich wahrgenommen werden können. Damit die Geschichte endlich die richtige Stimme erhält. Oder endlich die falsche.


daskunst „...und dann wurde ich Terrorist“

Zur Eröffnung von Kabelwerk X im Herbst 2014

5 Personen vor der Tastatur. Ort ist bekannt, aber es könnte auch in Brasilien oder Ägypten oder Griechenland oder Amerika sein. Die Welt existiert draußen und aber Draußen wird virtuell erlebt, erzeugt. Alles beginnt mit einem ersten Posting: „Wir brauchen eure Hilfe, sie attackieren uns, ein paar junge Menschen ...“

Unliniear, unabgeschlossen in Ausschnitten, was passiert auf der Straße und was passiert im Netz.


Markus Kupferblum/Totales Theater

„San Ignacio" ist eine Barockoper aus Bolivien, die Ende des 17. Jahrhunderts von einem Guarani unter der Anleitung des tiroler Jesuitenpaters Anton Sepp komponiert wurde. Wir zeigen diese Oper nun in einer Bearbeitung von Renald Deppe mit dem Ensemble der Schlüterwerke erstmals in Wien. Sie erzählt die ereignisreiche Lebensgeschichte des Hl. Ignatius von Loyola, seine Zweifel und Versuchungen, die wir mit allen Möglichkeiten des Musiktheaters auf die Bühne bringen werden.


Fanni Futterknecht/Verein Luster

Garden Opera ist eine Opern Performance, welche als Ausgangspunkt Form und Ästhetik der chinesischen Peking Oper nimmt. Die dargestellten Figuren entstehen „plastisch“ um durch Darsteller ‚animiert’ zu werden. Die Narration und Geschichte von Garden Opera wird sich mit Prinzipien und Ästhetik östlicher als auch westlicher mythologischer Erzählungen auseinandersetzen und basiert auf dem plastischen  Zusammenspiel der erarbeiteten Figuren.  Garden Opera soll im Setting eines Garten stattfinden und damit Kontraste zwischen Natur und Künstlichkeit aufgreifen.


Oleg Soulimenko/Verein Vienna Magic

GOOD NIGHT, VIENNA!

Koproduktion mit brut Wien

Die mystische Erlebnisreise begibt sich mit Wienerinnen und Wienern, die das Mystische, Unheimliche, Seltsame dieser Stadt selbst kennen gelernt haben, durch ein Wien, das die meisten Menschen so noch nicht erlebt haben. Während der Tour ins Innere der scheinbar wohlvertrauten Stadt kommt an die Oberfläche, was eigentlich verborgen bleiben hätte sollen. So erfahren die Zuschauer_innen nicht nur Neues über Wien, sondern auch einiges über sich selbst.


Michikazu Matsune/Verein violet lake

Belief!!!

Starting point of this project is the meeting between Michikazu Matsune and the Russian visual and performance artist Maxim Ilykhin. Taking inspiration from the personal and social-economical environment in which we find ourselves, the project aims to construct, deconstruct and reconstruct the sense of life and our art practice. The performance will be presented at brut Wien.


Gin Müller/Verein zur Förderunge der Bewegungsfreiheit

Trans Gender Moves ist der Titel eines Recherche- und Performance/Theater/ Medien - Projekts, das sich entlang einzelner „Trans-“ Biographien und bestimmter Themenschwerpunkte bewegt.

Ihr „Storytelling“ trifft in einem intimen und medial poetisch gezeichneten Theatersetting in bestimmten Kontexten aufeinander. Ihre Biographien werden im ästhetischen Umsetzungsprozess aber auch semi-fiktional und mit medialen/theatralen Mitteln erweitert und bewegen sich entlang bestimmter Themensetzungen (Trans-Körper, Trans-Migration, Trans-Rechte). Sie schildern Berührungspunkte, geben Einblick in geographische, kulturelle und politische Unterschiede, verkörpern und imaginieren ihre Transgender-Transitions und Transformationen, beleuchten aber auch die Reaktionen der Umwelt.


Lisa Schmid/VierHochDrei

I’M SMILING WITH THE INSIDE

By Magdalena Chowaniec (PL/AT)

Barbara and William created a successfull show „When I don`t dance I collect crystal balls“ (2012) which found international reclaim. In „I’m smiling with the inside“ M.Chowaniec and M.Grenier expand their interests and continue researching in the field of dance, music, stand up comedy, physical performance and theatre. Barbara and William travel towards their own childhood and use autobiographic material set in the fictional context.


Theater Drachengasse

Achtundsechzig Jahre Kriegsfreiheit

Siegerprojekt des Nachwuchs-Theater-Wettbewerbs 2013 – Jurypreis

Bar&Co, 5. – 17. Mai 2014, Di-Sa um 20 Uhr

Leon Engler thematisiert in seinem Stück Achtundsechzig Jahre Kriegsfreiheit unter der Regie von Michael Schlecht das irritierende Gefühl, das aufkommen kann, wenn ein Krieg für lange Zeit ausbleibt. Die Unerträglichkeit des Friedens nennt Tazar, eine der beiden Hauptfiguren des Stücks, diesen Zustand. Tazar, Jahrgang 198x, kann sich den anderen Zustand nicht vorstellen, er hat nur eine Vorahnung. Er ahnt, dass Krieg ein System bietet, in das er sich einordnen kann und entwickelt eine regelrechte Lust auf Unfreiheit. Gekränkt von der eigenen Bedeutungslosigkeit, ohne Ziel, ohne inneren Auftrag, hängt er im luftleeren Raum. Lähmungserscheinungen, verursacht von sich abwechselnden Anflügen von Lethargie und Resignation, breiten sich in ihm aus. Er hat einfach zu viele Möglichkeiten. Aber wie lässt sich das als ernstzunehmende Beschwerde formulieren? Darf er sich überhaupt beschweren? 

 

Das Kuratorium für Theater, Tanz und Performance in der Stadt Wien dotiert das Projekt mit einer zusätzlichen Nachwuchsförderung für eine abendfüllende Ausarbeitung.

Text: Leon Engler Regie: Michael Schlecht Bühne: Maria Pavlova

Es spielen: Wojo van Brouwer, Martin Vischer

 

 


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