Kuratorium Theater, Tanz, Performance 2009-2011


Andreas Hutter

Andreas Hutter wurde 1964 in München geboren, maturierte an der deutschen Schule Madrid und studierte Theater- und Musikwissenschaft an der Universität Wien. In seiner Diplomarbeit arbeitete er über Semiologie und Transitorik in der Theaterwissenschaft. Von 1995 bis 2007 war er leitender Dramaturg und Hausregisseur am Vorarlberger Landestheater in Bregenz. Inszenierungen in Bregenz waren unter anderem MAUSER von Heiner Müller (1993), GESCHLOSSENE GESELLSCHAFT von Jean Paul Sartre (1995), ALPENGLÜHEN von Peter Turrini (1996), DAS SPIEL VON LIEBE UND ZUFALL von Marivaux (1996), DER STURM von Shakespeare (1996), LYSISTRATE von Aristophanes (1997), WARTEN AUF GODOT von Samuel Beckett (1998), LEONCE UND LENA von Georg Büchner (2001) und BAMBILAND von Elfriede Jelinek (2005).
Im Februar 2008 inszenierte er für das Vorarlberger Landestheater die Oper DER FREISCHÜTZ von Carl Maria von Weber, mit Gesamtausstattung und Lichtdesign im Festspielhaus Bregenz. Im Kunsthaus Bregenz inszenierte er unter dem Titel Das fließende Bild eine Serie von performativen Rauminstallationen: KUNST von Yasmina Reza (1997), BILDBESCHREIBUNG von Heiner Müller (2000), CRAVE/GIER von Sarah Kane (2004) und BETON nach Heiner Müllers Verkommenes Ufer Medeamaterial Landschaft mit Argonauten (2006).
Für seine Arbeit im Bereich zwischen darstellender und bildender Kunst gründete er 2009 die Plattform SPACES in Wien. Als erste SPACES-Projekte entstehen 2010 der Bilderzyklus THE FACE IN THE SAND und die performative Rauminstallation UND KEINE HAND. ZEIT, MÖRDERIN, ALTERSLOSE nach Texten von Heiner Müller in Koproduktion mit Troubleyn//Jan Fabre - Laboratorium und dem Theater Monty in Antwerpen. In Wien waren beide Projekte im Museum für angewandte Kunst (im Rahmen der MAK Nite) und im Palais Kabelwerk zu sehen. Als drittes SPACES-Projekt entstand im März 2011 die Inszenierung DISRUPTED : DER ZERRISSENE von Nestroy in Kooperation mit dem Theater Nestroyhof/Hamakom.
Neben seiner künstlerischen Arbeit lehrte Andreas Hutter von 2003 bis 2007 in den Bereichen Szenografie, Dramaturgie, Inszenieren und Gestalten im Studiengang Intermedia an der Fachhochschule Vorarlberg.
2006 leitete er einen Heiner-Müller-Workshop in der Szenografie-Klasse von Erich Wonder an der Akademie der bildenden Künste in Wien.

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